PROGRAMMIERUNG 2018-03-27T09:14:18+00:00

Programmierung der Alarmanlage

Teil 1: Komponenten einlernen

Noch bevor die einzelnen Komponenten an ihrem Bestimmungsort montiert werden, müssen diese an der Alarmzentrale angemeldet werden. Durch diesen Vorgang werden der Alarmzentrale die eindeutigen IDs der Komponenten mitgeteilt und in einem weiteren Schritt wird hinterlegt, welche Funktion die Komponenten erfüllen werden.

Zur Ausführung des Einlernens empfiehlt es sich, die Alarmzentrale und alle Komponenten (Melder, Sirenen, Fernbedienungen, …) gemeinsam auf einen großen Tisch oder einen anderen geräumigen Platz aufzulegen. Die Alarmzentrale wird ans Stromnetz angesteckt, alle Komponenten mit Batterien bestückt. Für die Komponenten ist zudem eine Kennzeichnung vorzubereiten. Ich mache das so, dass ich je Komponente einfach einen Gummiring und ein Post it vorbereite. Nun kann das Einlernen beginnen.

Schritt 1: Navigation ins erforderliche Menü

Dazu in der Alarmzentrale als Installateur anmelden und das Menü zum Einlernen der Komponenten aufrufen.

Schritt 2: Modus für das Einlernen auswählen

Nun ist zu entscheiden, in welchem Modus man die Komponenten einlernen möchte:

  • Normaler Modus
  • Sabotage Modus

Im normalen Modus geschieht das Einlernen durch die normale Funkübertragung in Folge einer Auslösung (also zB. Öffnen eines Öffnungsmelders bzw. Erkennen einer Bewegung durch einen Bewegungsmelder). Im Sabotagemodus erfolgt das Einlernen indem man eine Sabotagehandlung setzt, also eine Handlung, welche die Komponente als Sabotageversuch einordnet und in Folge eine Sabotagemeldung sendet.

Tipp: Ich empfehle das Einlernen im Sabotagemodus, da hier Irrtümer oder Versehen so gut wie ausgeschlossen sind. Im normalen Modus muss man sehr genau aufpassen, dass Öffnungs- und Bewegungsmelder nur im gewünschten Moment, also im Moment des Einlernens, Signale senden. Das erspart man sich im Sabotagemodus.

Schritt 3: Auswahl der Komponentenart

In diesem Schritt wählt man aus, welche Art von Komponente man einlernen möchte:

  • Melder (Öffnungsmelder, Bewegungsmelder)
  • Fernbedienungen
  • Bedienteile (1 Weg Bedienteil, 2 Weg Bedienteil)
  • Sirenen
  • Tags (Schlüsselkarten)

Schritt 4: Empfindlichkeit einstellen

Nur wenn als Komponentenart „Melder“ ausgewählt wurde. Bei allen anderen Komponenten entfällt dieser Schritt.

Die Empfindlichkeit des Melders kann auf

  • hohe Empfindlichkeit oder
  • niedrige Empfindlichkeit

eingestellt werden. Laut Hersteller wird die hohe Empfindlichkeit für entfernt montierte Melder und die niedrige für in der Nähe montierte empfohlen.

Mein Tipp: Hohe Empfindlichkeit ist voreingestellt. Das habe ich bei allen Meldern so belassen und funktioniert bei mir so tadellos.

Schritt 5: Komponente eine Nummer zuweisen

Für jede Art von Komponente steht eine vorgegebene Anzahl an Nummern zur Verfügung (so viele dieser Komponenten können jeweils eingelernt werden). Zum Beispiel die Nummern 1 bis 28 für Melder, 1 bis 2 für Sirenen, 1 bis 8 für Bedienteile.

Tipp: Am besten nummerisch vorgehen, also dem ersten Melder die Nummer 1 dem zweiten die Nummer 2 usw. usf. geben.

Schritt 6: Einlernprozess auslösen

Nun ist die Sabotagehandlung an der Komponente durchzuführen, damit die Komponente die benötigte Sabotagemeldung auslöst. Also in der Regel Deckel abnehmen oder Batterie kurz entfernen . Die Alarmzentrale gibt Bestätigung, wenn die Komponente erkannt und damit eingelernt wurde.

Hat man sich im Schritt 2 stattdessen für das Einlernen im normalen Modus entschieden, dann ist dafür zu sorgen, dass die Komponente ihr übliches Signal gibt. Also Öffnungsmelder kurz öffnen, vor dem Bewegungsmelder für Bewegung sorgen, Taste auf Fernbedienung betätigen, Sirenen Selbsttest auslösen, …).

Schritt 7: Komponente wieder in normalen Zustand versetzen

Also die Manipulationshandlung wieder rückgängig machen: Entfernte Batterie wieder einsetzen, Deckel schließen, geöffnete Melder schließen.

Tipp: Auf ein Post-it die festgelegte Nummer schreiben und das Post-it  auf der Komponente befestigen. Am besten zusätzlich mit Gummiring festmachen, damit nichts davonfliegt. Mit dem Gummiring lassen sich auch gut Öffnungsmelder in geschlossenen Zustand bringen (beide Teile des Melders mit Gummiring zusammenbinden). Möchte man Bewegungsmelder am ständigen Auslösen hindern, dann einfach mit Gummiring ein Tuch oder ein Stück Küchenrolle über die Linse spannen.

Schritt 8: Schritte für alle Komponenten durchführen

Die Schritte 1 bis 7 nun wiederholen, bis alle Komponenten eingelernt sind. Das geht dann, sobald man mit dem Ablauf nach den ersten Versuch einmal vertraut ist, sehr fix. Sollte dann nicht länger als maximal 1 oder 2 Minuten pro Komponente benötigen.

 

Teil 2: Melder dem korrekten Meldetyp zuordnen

Die zuvor hinterlegten Melder (nur Melder, nicht die anderen Komponenten!) müssen nun noch der korrekten Melderkategorie zugewiesen werden, damit sie so funktionieren wie man es benötigt. Es muss also z.B. zwischen Meldern, welche die Außenhaut des Gebäudes überwachen (zB. Öffnungsmelder) und jenen, die den Innenraum überwachen (zB. Bewegungsmelder) unterschieden werden. Oder auch zwischen den Öffnungsmeldern, die das Öffnen eines Fensters überwachen, im Unterschied zu jenem Öffnungsmelder, der das Öffnen der Eingangstür überwacht.

Dieser Schritt kann prinzipiell auch erst nach der Montage erfolgen, ich würde aber empfehlen das gleich in einem Aufwaschen mit dem Einlernen der Komponenten durchzuführen.

So funktioniert es:

Schritt 1: Navigation ins erforderliche Menü

Dazu in der Alarmzentrale als Installateur anmelden und das Menü zur Definition von Zonen aufrufen.

Schritt 2: Nummer des Melders eingeben

Nun jene Nummer eingeben, die zuvor im Kapitel „Einlernen der Komponenten“ dem Melder zugeordnet wurde (und die nun am Post it stehen sollte 😉 ).

Schritt 2: Meldetyp zuordnen

Mit diesem Schritt wird der Melder einer Melderkategorie zugewiesen, die für das ordnungsgemäße Funktionieren innerhalb der Alarmanlage sorgt. Es stehen einige Kategorien zur Auswahl, in der Praxis kommt man jedoch zu 90% mit den 3 folgenden aus. Eine detaillierte Beschreibung weiterer Meldertypen finden Sie im Blogbeitrag Mögliche Meldetypen und ihre Funktion.

  • Verzögert:
    Diesen Meldetyp bekommt der Öffnungsmelder der Eingangstür, also der Tür durch die das Gebäude verlassen bzw. wieder betreten wird. Die Besonderheit dieses Typs ist die Verzögerung: Diese gibt einem nach Aktivieren des Alarms noch eine gewisse Zeit, um das Gebäude ohne Auslösen eines Alarms zu verlassen. Bei Wiederbetreten durch die Eingangstür funktioniert es ähnlich: Durch die Verzögerung bleibt einem noch genügend Zeit, um die Alarmanlage zu deaktivieren, bevor der Alarm los gehen würde.
  • Außenhaut:
    Dieser Typ wird den restlichen Fenstern und ggf. Terrassentüren zugewiesen. Also jenen Öffnungen in der Außenhaut des Gebäudes, durch die es nicht dauerhaft verlassen und wieder betreten wird. Anmerkung: Das mögliche Verlassen des Gebäudes durch die Terrassentür in den Garten und wieder retour habe ich hier außen vor gelassen, mit der Annahme dass in dem Fall keine Alarmaktivierung gewünscht ist. Falls doch, wäre die Terrassentür stattdessen dem Meldetyp „Verzögert“ zuzuweisen.
  • Innenbereich bzw. Innenbereich folgeverzögert:
    Für Melder, die den Innenbereich des Objektes überwachen. Im Unterschied zum Typ „Außenhaut“ werden Melder des Typs „Innenbereich“ bei Aktivieren des Anwesend-Alarms (Personen sind im Haus anwesend, zB. während der Nacht) nicht mit aktiviert.
    Melder des Typs „Innenbereich folgeverzögert“ übernehmen automatisch die Austrittsverzögerung und die Eintrittsverzögerung eines vorher aktivierten Melders. Das ist unbedingt notwendig für Innenbereich-Melder, die auf dem Ein-/Austrittsweg liegen. Beispiel Bewegungsmelder: Beim Verlassen des Gebäudes wird die Alarmanlage im Vorraum aktiviert. Würde ein nicht auf folgeverzögert eingestellter Bewegungsmelder diesen Bereich überwachen, würde nun sofort der Alarm ausgelöst. Die Folgeverzögerung bewirkt, dass dieser Melder die festgelegte Ein- und Austrittsverzögerung übernimmt.

    Mein Tipp: Alle Innenmelder mit Folgeverzögerung versehen! Im Alltag kommt es unter Garantie zu nicht planmäßigen Situationen, in denen man nach Aktivierung des Alarms im Vorraum zB. schnell noch einmal etwas aus einem anderen Raum holen muss. Ebenso kann es nach Betreten des Gebäudes passieren, dass Hund oder Kinder bereits vorne weg laufen, bevor man noch den Alarm deaktiviert hat. Daher erspart man sich viel Stress und unangenehme Fehlalarme, indem einfach alle Innenmelder die Verzögerung mit übernehmen.

Abschließend noch ein kurzes Beispiel für eine mögliche Zuweisung der Meldetypen anhand des im Menüpunkt „Planung“ angeführten Beispiels eines Einfamilienhauses in Basis-Ausstattung. Dieses verfügt über 14 Öffnungsmelder und 2 Bewegungsmelder.

  • Der Öffnungsmelder an der Eingangstür bekommt den Meldetyp „Verzögert“
  • Die 13 restlichen Öffnungsmelder den Typ „Außenhaut“
  • Die beiden Bewegungsmelder werden dem Typ „Innenbereich folgeverzögert“ zugewiesen.

 

Teil 3: Grundeinstellungen der Alarmzentrale hinterlegen

Hier geht es nun um die eigentliche „Programmierung“ der Alarmanlage. Wobei dieser Begriff eigentlich zu hoch gegriffen ist. Es sind einfach aus einer Reihe von möglichen Einstellungen, die für einen selbst passenden auszuwählen bzw. Informationen zu hinterlegen, welche die Alarmanlage benötigt. Also ganz einfache Vorgänge, wie man sie auch von anderen elektronischen Geräten wie DVD-Recorder, Klimaanlage oder Geschirrspüler kennt.

Im Anschluss eine Erklärung der einzelnen Einstellungen:

Eintrittsverzögerung

In einem Alarmsystem können bestimmte Wege definiert werden (im Regelfall die Eingangstür), durch die man das Gebäude bei aktivierten Alarm betreten kann, ohne sofort Alarm auszulösen (Melder mit Meldetyp „Verzögert“). Stattdessen beginnt eine Eintrittsverzögerung zu laufen, die einem Zeit gibt, das Auslösen des Alarms zu unterbinden (durch Eingabe des Codes oder Deaktivierung mit einer Fernbedienung). Diese Zeitspanne sollte man so wählen, dass es einem ohne Hektik möglich ist, die Alarmanlage zu deaktivieren. Das Programmieren unterschiedlicher Eintrittsverzögerungen (also Eintrittsverzögerung1 und Eintrittsverzögerung 2) macht dann Sinn, wenn es verschiedene Wege gibt das Gebäude mit Eintrittsverzögerung zu betreten und man diesen unterschiedliche Zeiten hinterlegen möchte.

Mein Tipp: 30 Sekunden sollten hier normalerweise gut ausreichen. Kürzer würde ich nicht gehen, weil nicht immer ist derjenige, der zB. die Fernbedienung zum Deaktivieren hat, auch der, der als erstes das Gebäude betritt. Sperriges wie zB. größere Einkäufe, die zuerst einmal abgestellt werden müssen, erhöhen ebenfalls die Zeit, die es benötigt um ein Gebäude zu betreten und anschließend den Alarm zu deaktivieren. Bei den 30 Sekunden gehe ich davon aus, dass die Alarmzentrale so geplant ist, dass sie vom Vorzimmer aus deaktiviert werden kann.

Austrittsverzögerung

Das Gegenstück zur Eintrittsverzögerung: Jene Zeit, die einem nach Aktivieren des Alarms noch bleibt, bevor der Alarm scharf geschalten ist. Also die Zeit, die man noch hat, um nach Aktivieren das Gebäude zu verlassen.

Mein Tipp: Diesen Wert kann man ruhig etwas höher als die Eintrittsverzögerung festlegen, ich empfehle 60 Sekunden. Damit hat man im Normalfall ausreichend Zeit, dass alle Familienmitglieder das Gebäude nach Aktivieren des Alarms in Ruhe verlassen können. Auch ein kurzer „das muss ich noch schnell holen“-Moment ist damit noch möglich. 1 Minute sollte normalerweise unproblematisch sein, denn selbst wenn man das Gebäude bereits nach 20 Sekunden verlassen hat, benötigt es noch ein wenig Zeit die Türe zuzusperren und für ein paar Sekunden, wenn man vom Gebäude weggeht hat man dieses auch noch im Blickwinkel. Im Prinzip ist es also nicht möglich, dass in diesen paar Sekunden ein Einbrecher unbemerkt die Tür knackt und den Alarm-Countdown unterbindet.

Sirenendauer

Hier sind die gesetzlichen Vorschriften zu beachten: Eine Sirene darf maximal 3 Minuten lang heulen.

Mein Tipp: Diesen Wert sollte man vollständig ausschöpfen: Daher auf 3 Minuten festlegen!

Abbruchintervall

Es kann eine Zeitspanne festgelegt werden, während der die Alarmzentrale nach Auslösen eines Alarms vorerst nur ein an den Alarmanlagenbetreiber gerichtetes akustisches Warnsignal gibt. Wird der Alarm innerhalb dieser Zeitspanne quittiert,  dann lösen die Sirenen nicht aus und es erfolgt auch keine Benachrichtigung über den Alarm. Der Zweck dieser Einstellung ist es, Fehlalarme noch abfangen zu können, bevor die Sirenen losheulen bzw. bevor der Wachdienst benachrichtigt wurde.

Mein Tipp: Diese Möglichkeit ist meiner Meinung nach nicht unbedenklich nutzbar. Dringt ein Einbrecher ein, dann möchte man, dass er sofort ertappt wird und auch sofort möglichst eindrucksvoll mitbekommt, dass sein Eindringen registriert wurde und in Folge hoffentlich die Flucht ergreift. Dass dem in der Praxis so ist, stellt man durch das laute Aufheulen der Sirenen sicher, das Warnsignal der Alarmzentrale ist im Vergleich dazu weit weniger bombastisch und fällt dem Einbrecher evtl. gar nicht gleich auf. Ich würde das daher, wenn überhaupt, dann nur sehr eingeschränkt nutzen, also entweder den Abbruchintervall mit 0 Sekunden (es wird sofort die Sirene ausgelöst) oder maximal mit 15 Sekunden (es bleibt einem eine kurze Zeitspanne bevor die Sirene auslöst) festlegen.

Intervall für Löschung eines Alarms

Diese Einstellung ist nur von Bedeutung, wenn die Alarmanlage an einen Wachdienst bzw. an eine Notrufzentrale angeschlossen ist. Wurde diesen eine Information über einen Alarm geschickt und die Alarmanlage wird anschließend innerhalb der vordefinierten Zeit deaktiviert, dann erhalten sie automatisch eine zweite Meldung „Alarm gelöscht“. Ähnlich wie der zuvor angeführte Abbruchintervall soll das helfen, unnötige Kosten verursachende Einsätze zu verhindern.

Mein Tipp: Bei Anschluss an einen Wachdienst oder eine Notrufzentrale würde ich 1 Minute empfehlen. Damit bleibt einem normalerweise genügend Zeit einen Fehlalarm noch einzufangen. Länger besser nicht, weil es auch denkbar wäre, dass man von Einbrechern zur Deaktivierung des Alarms gezwungen wird. Der Wachdienst bekäme dann die Alarm gelöscht-Nachricht und würde nichts unternehmen, daher ist diese Alarm-Stornierungsfunktion aus meiner Sicht mit Vorsicht zu genießen und vom System nur sehr eingeschränkt zuzulassen. Hat man keine Anbindung an einen Wachdienst oder eine Notrufzentrale, ist die richtige Einstellung 0 Sekunden.

Alarmaktivierung ohne Benutzercode-Eingabe

Möchte man, dass eine Aktivierung der Alarmanlage nur mit Eingabe des Benutzercodes möglich ist, oder soll diese auch ohne Benutzercodeeingabe möglich sein?

Mein Tipp: Die Aktivierung nur mit Benutzercode macht die Nutzung in der Praxis weniger komfortabel. Damit eine Alarmanlage zuverlässig genutzt wird, ist der möglichst einfache Umgang damit aber essentiell. Daher empfehle ich eine schnelle Aktivierung zuzulassen.

Wann soll sich die Alarmanlage scharf schalten lassen?

Hier geht es darum wie bei Scharfsschalten der Alarmanlage mit Meldern umgegangen werden soll, die zum Zeitpunkt der Scharfschaltung nicht im „normalen“ Modus sind. Also zB. der Öffnungsmelder eines geöffneten Fensters. Es stehen folgende Möglichkeiten zur Auswahl:

  • Automatisches Abschalten:
    Es wird auf die Melder, die nicht im normalen Modus sind hingewiesen, die Alarmanlage jedoch trotzdem aktiviert. Die nicht bereiten Melder werden abgeschaltet, nehmen also ihre zugedachte Funktion nicht wahr.
    Beispiel: Man hat vergessen, ein Fenster im 1. Stock zu schließen. Beim Scharfstellen der Alarmanlage macht diese darauf aufmerksam. Die Scharfstellung wird trotzdem durchgeführt, der Öffnungsmelder am Fenster im 1. Stock jedoch davon ausgenommen.
  • Keine Aktivierung wenn nicht alle Melder bereit sind:
    Ist auch nur ein Melder nicht im normalen Modus, ist ein Scharfstellen der Alarmanlage nicht möglich. Beim Versuch diese durchzuführen wird man auf den entsprechenden Melder hingewiesen.
    Beispiel: Wieder wurde vergessen das Fenster im 1. Stock zu schließen. Beim Scharfstellen der Alarmanlage macht diese darauf aufmerksam. Die Scharfstellung wird nicht durchgeführt, man erhält die Meldung, dass eine Aktivierung nicht möglich ist und welcher Melder das verhindert. Nachdem man das Fenster geschlossen hat, ist ein Scharfstellen wieder möglich.
  • Manuelles Abschalten:
    Die Funktionalität ist ähnlich wie beim Automatischen Abschalten. Nur dass hier nicht automatisch nicht bereite Melder abgeschaltet werden, sondern dass man auf diese hingewiesen wird und sie dann manuell abschalten kann.

Mein Tipp: Ich bevorzuge eindeutig den Modus „Keine Aktivierung wenn nicht alle Melder bereit sind“, denn nur dieser stellt 100%ig sicher, dass alle Melder ordnungsgemäß einsatzbereit sind, sobald man das Gebäude verlassen hat. Damit ist ein Vergessen/Übersehen oder auch ein bewusste Übergehen, weil man es gerade besonders eilig hat unmöglich. Man wird gezwungen das Problem zu beseitigen, um die Alarmanlage nutzen zu können.

Austrittsverzögerung wiederholen?

Was soll geschehen, wenn die Eingangs-/Ausgangstür geöffnet wird, noch während die Austrittsverzögerung läuft? Also zum Beispiel wenn man unmittelbar nach Verlassen des Gebäudes wieder zurückt kommt, weil man etwas vergessen hat. Hier hat man man folgende Einstellungsmöglichkeiten:

  • Austrittsverzögerung wird wiederholt:
    Kehrt man während einer laufenden Austrittsverzögerung ins Gebäude zurück, beginnt die Austrittsverzögerung von Neuem zu laufen. Dieser Neustart funktioniert nur ein mal.
  • Austrittsverzögerung wird nicht wiederholt:
    Die Austrittsverzögerung dauert exakt die eingestellte Zeit. Ein Wiederbetreten während dieser Zeit lässt den Countdown ganz normal weiterlaufen, ohne ihn zu verlängern.
  • Die Austrittsverzögerung endete automatisch durch Türe schließen:
    In dem Fall wird gar nicht die gesamte Austrittsverzögerung abgewartet, sondern sobald die Ausgangstür geschlossen wurde, wird die Austrittsverzögerung automatisch beendet. Die Alarmanlage ist somit bei sofortigem Wiederbetreten bereits scharf geschalten.

Mein Tipp: Das ist eher Geschmackssache, es lassen sich Argumente für alle drei Varianten finden. Wenn man die Austrittsverzögerung bereits mit einem kleinen Puffer festgelegt hat, dann würde ich zur Variante „Austrittsverzögerung wird nicht wiederholt“ tendieren.

Warnsummer bei laufender Ein- und Austrittsverzögerung?

Mit dieser Einstellung lässt sich festlegen, ob ab Start einer Ein- bzw. Austrittsverzögerung der Summer der Alarmzentrale ertönen soll. Das hat den Vorteil, dass man nach einmaliger Info der Alarmzentrale über den aktuellen Systemstand (die gibt es in jedem Fall) akkustisch weiter daran erinnert wird, das Haus zügig zu verlassen bzw. nach Eintritt zügig den Alarm zu deaktivieren. Kann aber auch nerven, weil es eine unnötige Hektik erzeugt. Das lässt sich auch so einstellen, dass der Summer bei Scharfstellen im Modus „Anwesend aktiv“, also wenn man sich im Haus befindet, entfällt, was auf jeden Fall sinnvoll erscheint.

Mein Tipp: Wieder Geschmackssache. Wenn man den nicht zu überhörenden Hinweis des Summers auf die in Kürze ablaufende Verzögerung als willkommene Erinnerungsstütze sieht, dann sollte man ihn aktivieren. Wer sich selbst in der Lage fühlt die vorgegebene Zeit auch ohne akkustischen „Antreiber“ einzuhalten, kann auch getrost darauf verzichten.

Meldung von Störungen

Legt fest, inwieweit der Summer der Alarmzentrale einen über Störungen informieren soll. Ist die Option aktiviert, dann gibt der Summer der Alarmzentrale jede Minute 3 Warntöne ab, sollte ein Störung vorliegen. Das lässt sich auch insoweit eingrenzen, dass diese Warnmeldungen nur während der Tageszeit, nicht jedoch in der Nacht abgegeben werden.

Mein Tipp: Die ständige Erinnerung an eine vorliegende Störung ist prinzipiell eine gute Sache. Manchmal lässt sich diese, vor allem wenn sie zB. am späten Abend oder in der Nacht auftritt, aber nicht gleich beheben. Ständige störende Warnsignale die ganze Nacht hindurch machen aus meiner Sicht keinen Sinn, daher empfehle ich die Option mit Einschränkung auf die Tageszeit zu aktivieren.

Aktivierung/Deaktivierung der Panikfunktion

Das ist jene Funktion, mit der man mit Tastendruck ein sofortiges Auslösen der Sirenen bewirkt, zum Beispiel wenn Einbrecher auf frischer Tat ertappt werden. Die Auslösung erfolgt durch gleichzeitiges Drücken zweier Tasten auf der Alarmzentrale, dem Bedienteil oder der Fernbedienung. Hier kann zwischen einer Deaktivierung dieser Funktion (das Drücken der Tasten bewirkt nichts mehr), einer Aktivierung mit folgendem Sirenenalarm und einer Aktivierung mit folgendem stillen Alarm (Telefonanruf, SMS) gewählt werden.

Mein Tipp: Auf jeden Fall aktiviert lassen! Für den Fall der Fälle ist es gut diese Option zu haben!  Normalerweise macht in Wohngebäuden nur die Aktivierung mit Sirenenalarm Sinn.

Anzahl der Alarm-Wiederholungen

Legt fest, ob auf einen ausgelösten Alarm ein oder eine festgelegte Anzahl weiterer Alarme folgen können. Beispiel: Der Öffnungsmelder der Eingangstür bewirkt ein Auslösen des Alarms. Fünf Minuten später, der erste Alarm ist bereits verklungen, wird ein Alarmereignis vom Bewegungsmelder im Wohnzimmer gemeldet. Abhängig von der getroffenen Einstellung wird hier nun wieder Alarm ausgelöst, oder nicht.

Mein Tipp: Hier gilt es zwischen sinnvoller Sicherheitseinstellung und der Frage was der Umwelt zuzumuten ist abzuwägen. Ich halte die Einstellung auf maximal einen Folgealarm, also einer Wiederholung des Alarms, für einen guten Kompromiss.

Funktionsbereitschaft aller Melder

Die Melder geben der Alarmzentrale in vorgegebenen Zeitabständen ein Signal, dass sie einsatzbereit sind. Wie soll damit umgegangen werden, wenn ein oder mehrere Melder keine Einsatzbereitschaft melden? Mögliche Optionen: Ignorieren, oder nach einer bestimmten Zeitspanne, in der ein Melder nicht einsatzbereit bleibt eine Alarmierung aussenden.

Mein Tipp: Auf jeden Fall aktivieren, mit möglichst kurzer Zeitspanne.

Wann soll die Alarmanlage den Status „Nicht bereit“ haben?

Zielt ebenso wie der vorige Punkt auf die Funktionsbereitschaft der Melder ab. Nur geht es hier darum, ob bei nicht vorhandener Funktionsbereitschaft eines Melders die Alarmanlage scharf gestellt werden darf, oder stattdessen den „Nicht Bereit“ Status bekommen soll. Entscheidet man sich für die Variante der Aktivierung nur bei Bereitschaft aller Melder, dann kann die Alarmanlage nicht aktiviert werden, wenn zumindest 1 Melder bereits seit mindestens 20 Minuten keine Funktionsbereitschaft gesendet hat.

Mein Tipp: Aktivieren, um auszuschließen, dass die Alarmanlage bei Verlassen des Hauses nur teilweise funktionstüchtig ist.

Voneinander abhängige Melder definieren („Cross Zoning“)

Dabei handelt es sich um eine sehr intelligente Einstellung mit der man definieren kann, dass ein Alarmsignal eines Melders nur dann tatsächlich zu einem Alarm führt, wenn es innerhalb von 30 Sekunden von einem zweiten Melder bestätigt wird.  Das kann Sinn machen, um die Gefahr von Fehlalarmen zu reduzieren. Dazu werden zwei Melder, für die es sehr wahrscheinlich ist, dass sie bei einem Einbruch gleichzeitig oder kurz hintereinander anschlagen, miteinander kombiniert.

Mein Tipp: Wenn die Alarmanlage auch ohne diese Option klaglos funktioniert, dann braucht man darüber nicht weiter nachdenken, dann macht eine Nutzung keinerlei Sinn! Sollte es aber immer wieder zu lästigen  Fehlalarmen kommen, dann kann diese Einstellmöglichkeit Goldes Wert sein. Das kann zum Beispiel bei Bewegungsmeldern in Kombination mit Haustieren der Fall sein. Auch wenn diese als „haustiergeeignet“ verkauft werden, so kommt es erfahrungsgemäß trotzdem von Zeit zu Zeit zu Fehlalarmen, weil die Haustiere unerwartete Dinge tun, welche die Logik des Bewegungsmelders überfordern. Der Bewegungsmelder hält das Haustier in Folge für einen Eindringling und gibt Alarm. Statt die Bewegungsmelder dann gar nicht mehr zu nutzen empfiehlt es sich, in diesem Fall die Cross Zoning Option zu aktivieren. Die Gefahr von Fehlalarmen nimmt damit damit drastisch ab, weil es sehr unwahrscheinlich ist, dass in dem kurzen Zeitabstand beiden Bewegungsmeldern eine Fehlinterpretation unterläuft. Das macht allerdings nur für Bewegungsmelder Sinn, deren Blickfeld sich überschneidet bzw. sehr eng aneinandergrenzt, so dass ein Eindringling in 30 Sekunden mit großer Wahrscheinlichkeit von beiden Sensoren erfasst wird.

Funktion der Sterntaste „*“ auf der Fernbedienung

Auf die „*“ Taste der Fernbedienung lässt sich eine von zwei vordefinierten Funktionen hinterlegen (Ansage Systemstatus, sofortige Beendigung der Austrittsverzögerung) oder man kann damit die von der Alarmanlage zur Verfügung gestellte Programmierschnittstelle aktivieren. Diese bietet die Möglichkeit, diverse zusätzliche Technik in die Alarmanlage zu integrieren, zB. das automatische Öffnen und Schließen von Fenster Rolladen.

Verhalten bei Funkstörungen

Legt fest, wie sich das System im Falle von Störsignalen, die den Funk der Alarmanlage blockieren, verhalten soll: Soll ein Scharfstellen der Alarmanlage trotzdem möglich sein, oder nicht? Wenn die Verhinderung der Aktivierung gewünscht ist, kann zusätzlich noch unterschieden werden, welche Kriterien dabei angelegt werden (3 verschiedene Normen: US-Norm, Euro-Norm, britische-Norm).

Mein Tipp: Ich empfehle eine Aktivierung der Funktion, um sicherzustellen sogenannte „Jam-Attacken“ (Einbrecher versuchen den Funk der Alarmanlage durch Störsender zu behindern) 100%ig mitzubekommen. Die Euro-Norm, deren Kriterien nicht ganz so streng wie die US-Norm aber strenger als die britische Norm sind,  scheint mir ein guter Mittelweg: Innerhalb einer Minute darf die Funkstörung nicht länger als 29 Sekunden anhalten.  Man darf nicht vergessen, dass heutzutage haufenweise Funksignale durch die Gegend schwirren, da viele Geräte wie Garagentor, Jalousien, diverse Schalter, … mittels Funk bedient werden. Eine kurzzeitige Störung ist daher mit großer Wahrscheinlichkeit noch keine Jam-Attacke.

Schlüsselkind-Modus

Das ist eine ganz nette Zusatzoption, wenn man Kinder hat und automatisch eine SMS bekommen möchte, sobald diese nach der Schule nach Hause zurückgekehrt sind. Aktiviert man die Option bekommt man automatisch Nachricht, sobald die Alarmanlage von einem Schlüsselkind-Benutzer deaktiviert wurde. Die Definition, wer ein Schlüsselkind-Benutzer ist, kann entweder über die Anlage unterschiedlicher Benutzer oder beim Einlernen der Fernbedienungen erfolgen.

Überwachung von Bewohnern

Die Funktionen der Alarmanlagen sind prinzipiell auch dazu geeignet, die Aktivität von Alten, Kranken bzw. sonst irgendwie beeinträchtigten Personen zu überwachen. Mittels der Bewegungsmelder lässt sich feststellen, ob in einem Gebäude in einem bestimmten Zeitrahmen eine Bewegung stattgefunden hat. Wenn nicht wird eine Benachrichtigung per SMS oder Anruf ausgesandt. Bei Aktivierung dieser Funktion kann ausgewählt werden, ab welchem Zeitraum eine solche Warnung erfolgen soll, also wie viele Stunden Inaktivität als Besorgnis erregend anzusehen sind.

Alarmauslösung bei Deaktivierung unter Zwang

Es besteht die Möglichkeit einen speziellen Code im System zu hinterlegen, der nicht nur das Alarmsystem deaktiviert, sondern auch einen stillen Alarm per Telefonanruf oder SMS aussendet. Zweck: So kann man für den Fall, dass man unter Bedrohung gezwungen wird die Alarmanlage zu deaktivieren, von den Bedrohern unbemerkt einen Hilferuf aussenden.

Verhalten nach ausgelöstem Alarm

Hier lässt sich festlegen, wer nach ausgelöstem Alarm die Alarmanlage wieder in Bereitschaft versetzen darf. Darf das nur der Installateur, oder sowohl Installateur als auch Benutzer?

Mein Tipp: Wenn man die Alarmanlage selbst realisiert handelt es sich hierbei um die gleichen Personen. Damit macht es auf jeden Fall Sinn sowohl Installateur als auch Benutzer diese Möglichkeit zu geben. Außer man möchte, dass nicht alle Benutzer der Alarmanlage das durchführen können, dann macht die Einschränkung auf den Installateur Sinn. Diese Möglichkeit erscheint mir im Normalfall aber wenig wahrscheinlich.

Verhalten nach Stromausfall

Hier ist der Zeitintervall festzulegen, ab welchem ein Stromausfall gemeldet werden soll. Also bereits nach 5 Minuten oder zB. erst nach 1 Stunde.

Mein Tipp: Da in unseren Breiten ein Stromausfall normalerweise zur absoluten Ausnahme gehört, auf jeden Fall auf den kleinsten Zeitintervall festlegen.

Meldung von Sabotage

Hier lässt sich festlegen, ob aktiv über auftretende Sabotageereignisse informiert werden soll.

Mein Tipp: Auf jeden Fall aktivieren.

Sirenenalarm bei Telefonstörung

Die Alarmanlage fragt laufend ab, inwieweit die Telefonverbindung verfügbar ist. Mit dieser Option lässt sich im Falle einer plötzlich nicht mehr vorhandenen Telefonverbindung automatisch Sirenenalarm auslösen (in der Annahme, dass die Telefonverbindung im Zuge eines Einbruchsversuches bewusst von Dritten gestört wurde).

Mein Tipp: Diese Option ist standardmäßig deaktiviert. Ich tendiere auch eher dazu sie auf deaktiviert zu belassen, da mir die Gefahr von Fehlalarmen relativ hoch erscheint. Auch sind mir bisher keine Fälle bekannt, in denen Einbrecher so vorgegangen wären.

Sirenenalarm im Falle eines Funkausfalles/einer Überwachungsstörung

Hier kann festgelegt werden, ob im Falle einer Funkstörung bzw. eines Ausfalls der Überwachung der Sirenenalarm aktiviert werden soll. Diese Option bezieht sich auf den Zustand „Aktiv in Abwesenheit“, also wenn niemand im Haus ist und die Alarmanlage scharf geschalten wurde.

Mein Tipp: Auf jeden Fall aktivieren!

Wann und wie ist es möglich das Alarmsystem zu deaktivieren?

Diese Einstellung legt fest, in welcher Situation und auf welche Art und Weise eine scharf geschaltete Alarmanlage deaktiviert werden kann:

  • Jederzeit auf alle technisch möglichen Arten und Weisen
  • Nur während der Eintrittsverzögerung sowohl über die Alarmzentrale als auch über eine Fernbedienung und ein stationäres Bedienteil
  • Nur während der Eintrittsverzögerung nur über eine Fernbedienung und ein stationäres Bedienteil

Mein Tipp: Wieder ganz klare Präferenz für jene Einstellung, die in der Praxis am einfachsten und ohne viel zu überlegen zu handhaben ist: Jederzeit auf alle technisch möglichen Arten und Weisen.

Akustische Warnmeldung wenn Batterie in Fernbedienung zu Neige geht

Diese Option soll einem helfen, möglichst frühzeitig mitzubekommen, dass die Batterie in der Alarmanlagen-Fernbedienung zu Neige geht. Aktiviert man sie, dann bekommt man einen nur für diesen Zweck verwendeten akustischen Ton zu hören, sobald eine Aktivierung mit einer schwachen Batterie erfolgt.

Mein Tipp: Mir fällt kein Grund ein diese praktische Option nicht zu nutzen, auf jeden Fall aktivieren!

Alarmzentralenanzeige verstecken

Aktiviert man diese Option dann erlischt die Anzeige sowie aktivierte LED-Leuchten auf der Alarmzentrale, sobald 30 Sekunden lang keine Bedienungstaste gedrückt wurde. Damit soll verhindert werden, dass Eindringlinge den Status des Systems ablesen können.

Mein Tipp: Diese Option scheint mir für das normale Nutzungsszenario sehr übertrieben und beeinträchtigt die möglichst einfache Nutzung. Würde ich nicht aktivieren.

Sprachtexte aufzeichnen

Hiermit lassen sich die Nachrichten, die man von der Alarmanlage via Telefon erhält, anpassen. Es kann eine Bezeichnung für die Alarmanlage sowie Namen für die Benutzer via Sprachaufnahme hinterlegt werden. Diese aufgezeichneten Sprachbausteine werden in Folge in die von der Alarmzentrale gesendeten Meldungen mit eingebaut.

 

Teil 4: Telefoneinstellungen hinterlegen

Hier sind die Einstellungen zum in die Alarmanlage integrierten Telefon zu treffen (Anpassung an örtliche Gegebenheiten, Hinterlegung von Telefonnummern, wie oft sollen diese angerufen werden, SMS-Einstellungen, …)

Im Anschluss eine Erklärung der einzelnen Einstellungen:

Eigene Telefonnummer(n) bzw. Telefonnummer der Wachzentrale hinterlegen

Hier sind jene Telefonnummern zu hinterlegen, die in Ereignisfällen kontaktiert werden sollen (SMS, Anruf). Dabei können eine oder mehrere private Nummern und – wenn eine Wachzentrale beauftragt ist – die Nummer der Wachzentrale definiert werden.

Was soll gemeldet werden?

Hier wird festgelegt, über welche Ereignisse man selbst bzw. eine Wachzentrale informiert werden soll. Es wird zwischen 3 Gruppen von Ereignissen unterschieden:

  • Alarmmeldungen
  • Informationsmeldungen (Inaktivität, Notruf, Schlüsselkind-Ereignis)
  • Aktivierung/Deaktivierung der Alarmanlage

Mein Tipp: Die sinnvollste Auswahl hängt hier sehr stark von der individuellen Nutzung der Alarmanlage ab, daher ist eine globale Empfehlung nicht möglich. Im Normalfall scheint mir eine Benachrichtigung über jede Aktivierung/Deaktivierung der Alarmanlage zu viel des Guten, aber es mag Szenarien geben, für die diese Option benötigt wird.

Test der Telefonverbindung

Mit dieser Option lässt sich das Funktionieren der Telefonverbindung automatisiert testen. An eine vorgegebene Telefonnummer wird in festgelegten Zeitabständen zu einer festgelegten Uhrzeit ein Test-SMS oder ein Testanruf gesendet, der sicherstellt, dass die Telefonverbindung noch ordnungsgemäß funktioniert.

Mein Tipp: Das ist eine sehr sinnvolle Möglichkeit, da man sonst evtl. gar nicht oder erst sehr spät mit bekäme, wenn die Telefonverbindung nicht mehr funktioniert, zB. weil der Vertrag der Wertkarte ausgelaufen ist oder aufgrund eines technischen Defekts. So erhält man in regelmäßigen Abständen automatisch die Bestätigung, dass die Telefonverbindung weiterhin ordnungsgemäß funktioniert. Sollte man auf zumindest alle 30 Tage einstellen.

Detaileinstellungen Wachzentrale

Für diejenigen, die einen Anschluss an eine Wachzentrale haben, lassen sich hier diverse nützliche Einstellungen wie der Kommunkationsmodus, die Art der Bestätigung von Alarmen, Rückrufzeit, wie oft versucht werden soll die Wachzentrale zu erreichen etc. festlegen.

Detaileinstellungen privater Teilnehmer

Ähnlich wie zuvor aber für den privaten Teilnehmer: Wie oft soll die Alarmanlage probieren einen anzurufen? Welche Ereignisreports möchte man haben? Wie soll eine Alarmmeldung bestätigt werden? Soll Zweiwege-Kommunikation möglich sein? (per Telefon kann mitgehört werden was sich im Umkreis der Alarmzentrale tut und auch selbst über die Lautsprecher der Alarmzentrale gesprochen werden)

SMS Einstellungen

Optional zu Telefonnummern können auch eine oder mehrere Handynummern zur Übermittlung von SMS-Nachrichten hinterlegt werden. Für diese kann dann jeweils festgelegt werden, welche Ereignisse per SMS gemeldet werden sollen.

Fernzugriff

Hier legt man fest, ob es möglich sein soll das Alarmsystem via Telefon per Fernzugriff zu steuern.

 

Teil 5: Externe Komponenten in die Alarmanlage einbinden

Hierbei handelt es sich um eine mächtige Funktion. 90 Prozent der Anwender werden diese nicht benötigen, für fortgeschrittene User bietet sie aber eine Vielzahl von zusätzlichen Möglichkeiten: Die Alarmanlage kann über eine vordefinierte Schnittstelle mit Nicht-Alarmanlagen-Komponenten kommunizieren, diese können also in das Alarmsystem integriert werden. Das kann zB. im Zuge der Scharfschaltung bzw. Deaktivierung der Alarmanlage passieren (externe Komponente wird ebenfalls aktiviert), oder bei Eintreffen eines bestimmten Ereignisses wie zB. eines Alarmfalles. Eine weitere Möglichkeit ist es, die externe Komponente unabhängig von der Alarmanlage zu aktivieren/deaktivieren. Dafür ist auf der Fernbedienung das Sternchen-Symbol (*) vorgesehen. Die externe Komponente kann auch insofern in das Alarmsystem integriert werden, als dass ihr Ausfall an der Alarmzentrale angezeigt wird und wenn man das möchte eine Warnmeldung erzeugt.

Warum Sie Ihre Alarmanlage besser nicht bei der Versicherung angeben

Versicherungen gewähren in der Regel einen Rabatt wenn beim Abschluss einer Hausratversicherung (in Österreich Haushaltsversicherung) das Vorhandensein einer Alarmanlage angegeben wird. Die Hausratsversicherung bei der Versicherung anzugeben, ist trotzdem keine gute Idee! […]

Mögliche Meldetypen und ihre Funktion

Abhängig von der Funktion die ein Melder ausführen soll, wird diesem ein bestimmter Meldetyp zugewiesen. Erst durch diese Zuweisung weiß das System, wie es den Melder behandeln soll und welche Funktion er ausführt. Im [...]