PLANUNG 2018-03-02T09:06:05+00:00

Planung – Schritt für Schritt zur eigenen Alarmanlage

Grundprinzip einer Alarmanlage verstehen

Die Basis jeder weiteren Planung ist es, die grundsätzliche Funktionsweise einer Alarmanlage zu verstehen. Also: Was tut die Alarmanlage? Diese besteht grundsätzlich aus 3 Komponenten:

  • Alarmzentrale
  • Sensoren
  • Ausgabegeräte

Wie der Name schon ausdrückt, ist die Alarmzentrale das Zentrum der Anlage. Man kann sie sich wie einen Computer vorstellen, der alle anderen Komponenten steuert. Die Zentrale bekommt Informationen von einem oder mehreren Sensoren, verarbeitet diese nach vom Benutzer vorgegebenen Regeln und bewirkt gegebenenfalls gezielte Aktionen an einem oder mehreren Ausgabegeräten.

Beispiel:

  • Ein Fenster wird geöffnet
  • Der am Fenster angebrachte Öffnungsmelder meldet die Öffnung an die Zentrale
  • Die Zentrale überprüft, ob ein Alarm abzugeben ist
  • Wenn ja, sendet sie ein Signal an eine Sirene
  • Die Sirene gibt ein zweiminütiges akkustisches Warnsignal ab

Damit ist das Grundprinzip auch schon erklärt: Man überlegt sich Ereignisse, die zu einem Alarm führen sollen, sorgt dafür dass diese von Überwachungsmodulen (Sensoren) gemeldet werden und installiert geeignete Signalgeber (Ausgabegeräte), die bei Eintreffen des Ereignisses Alarm schlagen.

Basis der Alarmanlage: Schutz der Außenhaut

Die Basis einer jeden Alarmanlage stellt die Sicherung der Außenhaut des Gebäudes dar. Zwar werden aus Kostengründen auch Alarmanlagen ohne Außenhautschutz angeboten, wer hier spart, spart jedoch am falschen Fleck. Denn nur der Schutz der Außenhaut gewährleistet, dass Alarm ausgelöst wird, bevor der Einbrecher im Haus ist.

Dazu werden alle Stellen, durch die man ins Gebäude gelangt abgesichert. Das geschieht üblicherweise durch sogenannte Öffnungsmelder.
Diese melden jede Öffnung eines Fensters oder der Eingangstür an die Alarmzentrale. Befindet sich die Alarmanlage im scharf gestellten Zustand, dann wird ein Alarm erzeugt.

Unterstützend können zum Schutz der Außenhaut Glasbruchmelder eingesetzt werden.

Tipp: Ich rate dazu, wirklich alle Stellen abzusichern! Aus Kostengründen verzichten viele Alarmanlagen in Einfamilienhäusern auf den Schutz der Fenster im Obergeschoss und sichern nur Tür und Fenster im Erdgeschoss ab. Sensoren kosten Geld und so kann die Alarmanlagenfirma günstiger anbieten. Was bleibt, ist eine stets vorhandenes mulmiges Gefühl, da ein Einsteigen über die höherliegenden Fenster nicht überwacht wird. Sparen Sie nicht am Material! Gerade in Einfamilienhäusern ist es für Einbrecher ein leichtes in ein 3 oder 4 Meter hohes Fenster einzusteigen.

Unterstützend: Innenraum überwachen

An erster Stelle steht immer der Schutz der Außenhaut, wie zuvor beschrieben. Ist dieser gewährleistet, ist das bereits die halbe Miete. Dann ist der wichtigste Teil bereits geschafft.  Zur weiteren Absicherung kann die Alarmanlage mit einer zusätzlichen Innenraumüberwachung ausgestattet werden. Die Betonung liegt auf zusätzlich!

Eine solche Innenraumüberwachung funktioniert mit sogenannten Bewegungsmeldern. Diese werden so im Gebäude platziert, dass sie einen bestimmten Erfassungsbereich überwachen. Kommt es in diesem Bereich zu einer Bewegung, so wird das an die Alarmzentrale gemeldet.

Der Erfassungsbereich der Melder ist dabei stark von den baulichen Gegebenheiten abhängig. Die Melder können nicht durch Mauern schauen und ihr Sichtfeld ist auf einen vorgegebenen Winkel begrenzt. Ein großer, nicht verwinkelter Raum lässt sich so sehr gut mit nur einem Melder überwachen. Besteht das Gebäude aus vielen kleinen Räumen, oder ist sehr verwinkelt, wird der Aufwand dementsprechend größer.

Beispielbild: Alle Räume sind mit Bewegungsmeldern (blaue Markierungen) abgesichert. Ein unbemerktes Durchschreiten der Räume ist nicht mehr möglich.

Tipp: Ist der Schutz der Außenhaut sichergestellt, dann ist eine lückenlose Innenraumüberwachung aus meiner Sicht nicht notwendig. Entweder man beschränkt sich auf die exponiertesten Stellen, also zB. den Raum neben der Terrassentür. Oder man installiert Melder so, dass sie in Räumen anschlagen, in denen die Einbrecher beim Gang durchs Haus auf jeden Fall vorbeikommen müssen. Hat man Haustiere, dann sollte man überlegen, ganz auf Bewegungsmelder zu verzichten. Zwar bieten mittlerweile die meisten Alarmanlagenhersteller auch haustierfreundliche Bewegungsmelder an, alleine sie funktionieren nicht wirklich zuverlässig. Im Bekanntenkreis werden Bewegungsmelder unterschiedlichster Hersteller verwendet, bei allen kam es, aufgrund von Hunden oder Katzen, immer wieder zu Fehlalarmen. Eine Möglichkeit, um in solchen Fällen nicht ganz auf Bewegungsmelder verzichten zu müssen, ist die Nutzung der Cross-Zoning Einstellungen der Alarmanlage.

Zusätzliche mechanische Sicherungen

Ich empfehle, das Objekt zusätzlich mit mechanischen Absicherungen auszustatten! Darunter versteht man zB. Fensterschlösser, abschließbare Fenstergriffe, Balkenriegelschlösser etc. Diese kosten vergleichsweise wenig, stellen aber einen erheblichen zusätzlichen Schutz dar. Anders als die Alarmanlage, die nur passiv Alarm gibt, wenn ein Einbruch stattfindet, hindern sie den Einbrecher aktiv daran, den Einbruch durchzuführen. Sie verhindern also, dass er überhaupt in das Haus oder die Wohnung gelangt. Das trägt zu einem deutlich besseren Sicherheitsgefühl bei. Vor allem, wenn man einmal in einem der vielen Internetvideos gesehen hat, wie Einbrecher innerhalb von 10 Sekunden scheinbar mühelos ein Fenster oder eine Terrassentür aufhebeln.
Eine Auswahl an mechanischen Absicherungen stelle ich weiter unten, im Anschluss an die verschiedenen Alarmanlagen-Komponenten vor.

Mit welchen Kosten ist zu rechnen?

Das hängt natürlich stark davon ab, welche Anforderungen die Alarmanlage erfüllen soll. Damit Sie zumindest Anhaltspunkte haben, gebe ich hier meine Erfahrungswerte, unterteilt in unterschiedliche Anforderungsklassen wieder. Der Do-it-yourself-Preis bezieht sich auf die im Menüpunkt „Kaufen“ vorgestellte Lösung, die aus meiner Sicht die günstigste Möglichkeit ist, eine hochqualitative Alarmanlage in Eigenregie umzusetzen. Der Preis für eine Umsetzung durch ein Alarmanlagenunternehmen basiert auf eigenen Erfahrungen bzw. auf in den diversen Fachforen veröffentlichte Angebote. Wobei ich hier nur durchschnittliche Werte berücksichtigt habe und immer wieder vorkommende Ausreißer nach oben außen vor ließ:

EINFAMILIENHAUS

  • Alarmanlage für ein Einfamilienhaus – Minimale Ausstattung
    (Sicherung Obergeschoss nur mit Bewegungsmeldern)

    Ausstattung: Alarmzentrale, 6 Öffnungsmelder für Eingangstür, Terrassentür und Fenster im Erdgeschoss, 2 Bewegungsmelder, Außensirene

Preis bei Realisierung durch Professionisten: ca. 2.300 bis 3.000 Euro
Bestmöglicher Do-it-yourself-Preis: ca. 500 Euro

  • Alarmanlage für ein Einfamilienhaus – Basis Ausstattung

    Ausstattung: Alarmzentrale, 14 Öffnungsmelder für alle Türen und Fenster, 2 Bewegungsmelder, Innensirene, Außensirene, GSM-Modul
    Zusatznutzen: Alarmanlage verständigt Sie über Einbruch per Anruf oder SMS, die Alarmgebung ist doppelt abgesichert mit einer zusätzlicher Innensirene

Preis bei Realisierung durch Professionisten: ca. 3.200 bis 4.500 Euro
Bestmöglicher Do-it-yourself-Preis: ca. 1.100 Euro

  • Alarmanlage für ein Einfamilienhaus – Komfort Ausstattung

    Ausstattung: Alarmzentrale, 14 Öffnungsmelder für alle Türen und Fenster, 2 Bewegungsmelder, Innensirene, Außensirene, GSM-Modul, 2 stationäre Bedienteile, 4 Fernbedienungen
    Zusatznutzen: Mit den zusätzlichen Bedienteilen ist ein Bedienen der Alarmanlage aus mehreren Räumen des Hauses möglich (zB. Schlafzimmer beim Aktivieren des nächtlichen Schutzprogrammes), die Fernbedienungen erlauben ein komfortables Ein- und Ausschalten der Alarmanlage bei Verlassen/Betreten des Gebäudes

Preis bei Realisierung durch Professionisten: ca. 3.800 bis 5.500 Euro
Bestmöglicher Do-it-yourself-Preis: ca. 1.360 Euro


WOHNUNG

Der einzige Unterschied zum Einfamilienhaus besteht hierbei darin, dass bei einer hoch gelegenen Wohnung, bei der ein Einbruch durch eines der Fenster nicht möglich ist, ein Absichern der Fenster durch Öffnungsmelder entfallen kann. Ein Absichern einer eventuell vorhandenen Balkontür wurde jedoch inkludiert, da auch in luftiger Höhe eventuell ein Erreichen des Balkons von einem Nachbarbalkon aus möglich ist. Wohnungen, die niedrig liegen, unterscheiden sich in der Absicherung prinzipiell nicht von den für Einfamilienhäuser aufgezählten Anforderungen.

  • Alarmanlage für eine hoch gelegene Wohnung (nur Balkon wird abgesichert, nicht jedoch die anderen Fenster) mit Basisausstattung

    Ausstattung: Alarmzentrale, 2 Öffnungsmelder für Eingangstür und Balkontür, 2 Bewegungsmelder, Innensirene

Preis bei Realisierung durch Professionisten: ca. 1.800 bis 2.500 Euro
Bestmöglicher Do-it-yourself-Preis: ca. 350 Euro

  • Alarmanlage für eine hoch gelegene Wohnung (nur Balkon wird abgesichert, nicht jedoch die anderen Fenster) mit besserer Ausstattung

    Ausstattung: Alarmzentrale, 2 Öffnungsmelder für Eingangstür und Balkontür, 2 Bewegungsmelder, Innensirene, GSM-Modul, 2 Fernbedienungen. Zusatznutzen: Alarmanlage verständigt Sie über Einbruch per Anruf oder SMS, komfortablere Bedienung mit Fernbedienung

Preis bei Realisierung durch Professionisten: ca. 2.300 bis 3.000 Euro
Bestmöglicher Do-it-yourself-Preis: ca. 570 Euro

Fazit: Worauf ist zu achten?

Die Alarmanlage muss einen gewissen technischen Mindeststandard erfüllen, das ist einmal die Grundvoraussetzung. Abgesehen davon ist aus meiner Sicht aber vor allem die komfortable, mit möglichst geringem Aufwand verbundene Nutzung der Alarmanlage in der Praxis der springende Punkt. Beispiele aus der Bekanntschaft zeigen: Beim Kauf wird vor allem auf technische Kriterien geachtet: Ist das Funksystem von Anlage A besser als jenes von Anlage B, wie gut ist der Funk verschlüsselt, wie viele Melder können integriert werden, wie laut ist die Sirene usw. usf. Da kann man dann womöglich von gut auf sehr gut optimieren, wobei es hier aber leider zumeist an aussagekräftigen, neutralen Vergleichen fehlt und somit zu einem großen Teil nur gemutmaßt werden kann. In vielen Köpfen und in diversen Fachforen geistern immer wieder Szenarien von technologisch hochgerüsteten Profi-Einbrechern herum,  die in Hacker-Manier gezielt den Funk unserer Alarmanlagen manipulieren. Das hat aus meiner Sicht wenig mit der Realität zu tun. Bei der Vielzahl an Einbrüchen, über die in den Medien berichtet wird, kommen praktisch keine vor, die so durchgeführt wurden. Für solch technisch hochgezüchtete Profi-Einbrecher gibt es vermutlich lohnendere Ziele, als das typische Einfamilienhaus.

Was jedoch der Realität entspricht und für einen großen Teil der nicht verhinderten Einbrüche verantwortlich ist, ist ein Nichtaktivieren von vorhandenen Alarmanlagen. Mir sind aus dem Freundes- und Bekanntenkreis selbst zahlreiche solche Fälle bekannt. Am Anfang, in der ersten Euphorie über die neue Anlage, wird alles brav aktiviert, aber schon nach kurzer Zeit wird die Bedienung zu mühsam. In Folge wird bei kürzeren Abwesenheiten, wie schnell mal mit dem Hund gehen oder einen Einkauf erledigen, darauf verzichtet. So verliert die beste Alarmanlage ihre Wirkung!

Daher: Priorität 1 = Praktikabilität, also Brauchbarkeit und gute Bedienbarkeit in der Praxis!

Die Nutzung der Alarmanlage muss ein so natürlicher Vorgang wie das tägliche Zähne putzen sein. Etwas, das man automatisch in die übliche Routine mit einbaut, ohne groß darüber nach zu denken. Das ist einerseits durch eine ordentliche Technik gewährleistet: Die Alarmanlage muss zuverlässig funktionieren und die üblichen Komfortfunktionen bieten. Vor allem aber ist das eine Frage ordentlicher Planung: Wo wird welches Steuerungsgerät platziert? Wie wird die Alarmanlage sinnvoll programmiert? Verwendet man Helfer wie Fernbedienungen oder nicht?
Das Szenario der täglichen Nutzung ist im Kopf genau durchzuspielen und dabei zu überlegen, welcher Aufwand auf Dauer wirklich durchhaltbar ist und was für die dauerhafte Nutzung zu umständlich werden könnte. Die zahlreichen Tipps auf alarmanlage-selbst-bauen.de unterstützen Sie bei dieser Planung!
Bezüglich Nutzung von Fernbedienungen oder Chipkarten meine klare Empfehlung: Nutzen! Die im Netz herumgeisternden Schauermärchen von abgefangenen Signalen und Störsendern, scheinen mir stark übertrieben (konkrete Fälle gibt es kaum).  Die tatsächliche Gefahr daraus ist aus meiner Sicht vernachlässigbar, im Vergleich zum Vorteil einer bequemeren und damit dauerhaften und ausnahmslosen Nutzung der Anlage.


Beschreibung der einzelnen Bestandteile einer Alarmanlage

Im Anschluss werden die einzelnen Komponenten einer Alarmanlage und ihre Funktionsweise im Detail vorgestellt. Zuerst die obligatorischen Komponenten und im Anschluss optionale bzw. nur für bestimmte Anforderungen notwendige Komponenten. Hier ist zu erwähnen, dass eine Alarmanlage prinzipiell auch sehr gut für die Überwachung von im Haus liegenden Gefahren wie Brand oder Gasaustritt genutzt werde kann. Ebenso ist es möglich, die Alarmanlage einzusetzen, um die Sicherheit von allein lebenden alten bzw. pflegebedürftigen Personen zu erhöhen. Zum Beispiel durch eine jederzeit verfügbare Panik-Funktion, die im Falle eines Sturzes betätigt werden kann.

Alarmzentrale

Das Herzstück der Alarmanlage, hier laufen alle Fäden zusammen. Die Alarmzentrale kann man sie sich als kleinen Computer vorstellen, in dem man die gewünschte Funktionsweise der Alarmanlage hinterlegt. Sie kommuniziert bidirektional mit allen Meldern, Signalgebern und Bediengeräten, das heißt die Zentrale sendet einerseits Informationen an diese, erhält aber auch welche retour. So wird die Betriebsbereitschaft aller Komponenten nonstop überprüft.
Beispiel Sirene: Die Sirene erhält einerseits von der Zentrale den Befehl loszuheulen, sendet andererseits wiederum an die Zentrale die Info, dass sie betriebsbereit ist. So ist es nicht möglich die Sirene außer Gefecht zu setzen, ohne dass es die Alarmzentrale merkt. Das gilt in gleicher Art und Weise für alle weiteren Komponenten. Ebenso werden, durch den bidirektionalen Funk, Informationen zur Restlebensdauer der Batterien an die Zentrale übermittelt, so dass diese rechtzeitig getauscht werden können.

Die Zentrale sollte sicherheitshalber aus zwei Energiequellen (Stromnetz und Batterien) gespeist werden, um beim Ausfall einer der Quellen weiter einsatzfähig zu bleiben. Die Anzahl der integrierbaren Komponenten, also zB. die Anzahl der Melder, die verwaltet werden kann, ist limitiert. Das ist bei großen Projekten ein wichtiger Faktor, bei üblichen Privatanlagen, sollte das keine Rolle spielen. Die unter „Kauf“ vorgestellte Anlage, kann beispielsweise 28 Melder und Sirenen sowie 8 Bediengeräte verwalten. Eine Anzahl, die im Normalfall mehr als ausreichend ist.
Manche Zentralen enthalten bereits auch eine Sirenenfunktion, allerdings mit weit weniger Power als externe Sirenen, sodass diese nicht als Ersatz, sondern nur als zusätzliche Ergänzung zu sehen ist.

Die Alarmzentrale sollte einfach programmier- und bedienbar sein. Ein gewisser Startaufwand bleibt einem aber nicht erspart, weil zu Beginn alle Funktionen genau durch zu denken sind (siehe Menüpunkt „Programmierung„), um dann den Aufwand im täglichen Gebrauch auf nahe Null zu reduzieren. Das heißt man hat zu Beginn einmal ein paar Stunden Aufwand, um in der Alarmzentrale die gewünschte Funktionsweise zu hinterlegen. Das kann einfach über das Display der Zentrale erfolgen. Manche Zentralen bieten alternativ auch die Möglichkeit der Programmierung über den Computer oder über eine App am Handy. Das wird teilweise groß beworben, ist aus meiner Sicht aber kein allzu wichtiges Kaufargument. Denn nach dem erstmaligem Einrichten gibt es, im täglichen Gebrauch, kaum noch Notwendigkeit, ins Programmier-Menü einzusteigen. Und auch die Programmierung über das Display ist, bei Nutzung eines Handbuches, sehr einfach durchführbar. Ich würde das daher eher als technische Spielerei einordnen, aber wer es unbedingt haben muss …

Öffnungsmelder

Öffnungsmelder werden benötigt, um sicher zu stellen, dass sich Türen und Fenster im geschlossenen Zustand befinden.
Sie bestehen aus dem eigentlichen Öffnungsmelder und einem zugehörigen Magneten. Die 2 Komponenten werden in geringem Abstand zueinander, in vorgegebener Ausrichtung, montiert. Zum Beispiel der Öffnungsmelder am Fensterrahmen und der Magnet gleich daneben, am Fenster. Wird das Fenster nun geöffnet, so entfernen sich Öffnungsmelder und Magnet voneinander. Ab einer bestimmten Distanz wird das Magnetfeld so schwach, dass es zu einer Schaltung im Öffnungsmelder kommt (und in Folge Alarm ausgelöst wird). Diese Art der magnetischen Schaltung wird Reedschalter genannt. Bei Interesse können Sie in folgendem Artikel mehr über die genaue Funktionsweise erfahren: Funktionsweise des Reedschalters im Öffnungsmelder

Qualitativ hochwertige Öffnungsmelder sind mit einem Schutz gegen Sabotage ausgestattet. Wird der Melder einfach von der Wand gerissen, sorgt eine darin platzierte Feder für ein Auslösen des Alarms.

Ältere Öffnungsmelder waren noch richtig unansehnliche große Klötze, die modernen Melder sind glücklicherweise in der Regel deutlich in der Größe geschrumpft und auch optisch schöner. Sie fallen somit – wenn man nicht bewusst danach sucht – nicht wirklich auf und bleiben optisch dezent im Hintergrund. Man braucht also keine Angst haben, sich damit das Haus zu verunstalten.

Bewegungsmelder

Das sind jene Melder, die man aus Filmen kennt, in denen ein mit allen Wassern gewaschener Einbrecher versucht, einen mit Sensoren überwachten Raum zu durchqueren. Anders als im Film sind die Sensoren aber nicht so hilfsbereit, uns mittels neonfarbener Strahlen anzuzeigen, welche Bereiche sie überwachen. Akrobatische Höchstleistungen helfen hier also nicht weiter.

Anders als es die Bezeichnung vermuten lässt, reagiert ein Bewegungmelder eigentlich nicht auf Bewegung, sondern auf Wärme. Mittels Infrarot (PIR-Sensor) wird jede Temperaturänderung im Erfassungsbereich des Sensors registriert. Da Menschen und andere Lebewesen Wärme ausstrahlen, werden sie vom Sensor erkannt. Durch eine ausgeklügelte Linsenanordnung wird der überwachte Erfassungsbereich in Sektoren unterteilt, so dass es nur zu einem Alarm kommt, wenn der Temperaturanstieg in mehreren angrenzenden Sektoren nacheinander erfolgt, also eine Bewegung erkannt wird.

Bei der Planung ist die Sichtweite des Bewegungsmelders zu berücksichtigen. Diese beträgt, abhängig vom Hersteller, ca. 10 bis 15 Meter. Das Sichtfeld des Melders ist entweder auf eine bestimmte Gradanzahl eingeschränkt, oder der Melder arbeitet wie beim unter dem Punkt „Kauf“ vorgestellten Produkt mit einem 90 Grad Rundumblick, das heißt wenn der Bewegungsmelder auf einer Wand montiert ist, sieht er alles was links und rechts davon passiert, ohne toten Winkel. Ich habe das nicht unter Laborbedingungen nachgeprüft, kann aber bestätigen dass die angegebene Sichtweite in der Praxis in etwa hält (weiteste zu erfassende Entfernung bei mir sind etwa 11 Meter). Auch der 90 Grad Blickwinkel scheint mir, aufgrund meiner Alltagserfahrung, nicht übertrieben. Es ist praktisch nicht möglich, sich entlang der Mauer am Melder vorbei zu schwindeln (Der Melder zeigt immer durch ein Blinklicht an, wenn er eine Gefahr erfasst hat. Man bekommt im Alltag also sehr gut mit, wie er arbeitet).

Einige Anbieter bieten tierfreundliche Bewegungsmelder an. Hier versucht der Bewegungssenor, anhand bestimmter Muster, Menschen von Tieren zu unterscheiden. Zum Beispiel anhand unterschiedlicher Wärmestrahlung, Fortbewegungsart (aufrecht, gebückt, kriechend) oder ähnlichem. Teils wird eine Gewichtsgrenze genannt, bis zu der das lt. Hersteller funktioniert, zB. nur Tiere bis 38 kg. Diese tierfreundlichen Bewegungssensoren funktionieren in der Praxis lt. meinen eigenen und anderer Erfahrungen (über alle Hersteller hinweg) nicht 100%ig zuverlässig, so dass immer wieder Tiere als Menschen erkannt werden.

Mein Tipp: Ausprobieren, inwieweit es mit Ihrem Haustier zuverlässig funktioniert. Im Falle von Fehlalarmen, müssen Sie auf Aktivierung der Bewegungssensoren verzichten. Abhilfe schaffen könnte auch eine Einschränkung der Funktionalität mittels Cross-Zoning.

Glasbruchmelder

Darunter versteht man Melder, die am Fenster angebracht werden und Alarm schlagen, wenn dieses bricht. Punkto dahinterstehender Technik unterscheidet man zwischen aktiven und passiven Glasbruchmeldern.

Aktive Melder bestehen je aus einem Sender und einem Empfänger, wobei diese gemeinsam in einem Gehäuse untergebracht sein können. Der Sender setzt die Scheibe in Schwingung, der Empfänger wertet die Schwingungen aus. Kommt es durch Beschädigung des Glases zu Störungen, dann registriert der Empfänger diese und schlägt Alarm. Aktive Melder benötigen eine separate Stromversorgung.

Passive Melder setzen das Glas nicht selbst in Schwingung, sondern registrieren nur typische Glasbruchschwingen, die bei Zerstörung einer Scheibe entstehen. Eine Unterart des passiven Melders ist der akustische Melder, der nicht auf Schwingungen reagiert, sondern ausschließlich auf akustische Geräusche, die typischerweise beim Bruch von Glas entstehen.

Mein Tipp: Glasbruchmelder sind aus meiner Sicht etwas für großflächige Geschäftsauslagen von Juwelieren oder anderen Geschäften, in denen sehr hochpreisige Objekte in der Auslage liegen. Für private Gebäude sind sie nicht notwendig, hier findet man mit Öffnungs- und Bewegungsmeldern das Auslangen. Vor allem, da laut mehreren Internetquellen gerade einmal 1% der Einbrüche mittels Einstieg durch eine eingeschlagene Fensterscheibe geschehen. Das Entdeckungsrisiko durch den erzeugten Lärm und die Verletzungsgefahr sprechen aus Sicht des Einbrechers einfach dagegen. Mit sehr viel größerer Wahrscheinlichkeit werden Fenster aufgehebelt und für diesem Fall hilft einem der Glasbruchmelder nicht.

Rauchmelder

Dieser hat die Funktion eines üblichen Rauchmelders. Den Rauchmelder in das Alarmsystem zu integrieren hat den Vorteil, dass die Funktionen der Alarmanlage mit genutzt werden können. Also, dass im Falle einer Rauchmeldung zB. Sirenenalarm ausgelöst wird, oder eine Benachrichtigung via Telefon ergeht.

Temperaturmelder

Temperaturmelder werden eingesetzt, um die Einhaltung eines gewissen Wunschtemperatur-Bereiches zu gewährleisten. Unter- oder überschreitet die Temperatur diesen Bereich, erfolgt eine Meldung. Mögliche Anwendungsszenarien: Überwachung, dass ein nicht bewohntes Gebäude nicht zu kalt wird (Frostgefahr), Überwachung, dass es in einem Raum in dem sensible Objekte gelagert werden nicht zu heiß wird.

Diverse weitere Melder

Es lassen sich noch eine Reihe weiterer Melder mit unterschiedlichsten Anwendungsgebieten in die Alarmanlage integrieren, zB. Feuermelder, Gasmelder, Wassermelder (bei Rohrbruch). Über eine offene Schnittstelle der Alarmanlage kann man zusätzlich prinzipiell alle möglichen weiteren Sensoren oder sonstige Geräte mit in den Alarmkreislauf integrieren. Auf diese Weise ist die Realisierung von Funktionen, wie zB. das automatische Runterfahren der Fensterrolladen bei Verlassen des Gebäudes möglich.

Kamera

Es ist möglich eine oder mehrere Videokameras in das Alarmsystem zu integrieren. Zum Beispiel ließe sich mit so einer Videokamera der Zugangsweg zum Haus überwachen. Der eingebaute Bewegungsmelder filmt, sobald vor der Linse eine Bewegung erkannt wird. Ein oder mehrere Empfänger erhalten in Folge eine E-Mail oder SMS mit einem Foto der erfassten Situation, um zu entscheiden ob es sich um eine potentiell gefährliche Situation handelt. Damit das sinnvoll funktioniert, sollte eine Bewegung im Erfassungsbereich die Ausnahme sein. Mittels Zeitschaltung lassen sich zudem bestimmte Zeiten, zu denen man täglich ein Betreten des Bereiches durch Familienmitglieder, Lieferanten etc. erwartet, von der Alarmierung ausnehmen. Manche Kameras arbeiten auch mit Gesichtserkennung, um willkommene Personen von Fremden zu unterscheiden und melden nur die Erfassung von fremden Personen weiter. Wichtig ist eine ausreichende Bildqualität, um auf dem gefilmten Material auch wirklich etwas erkennen zu können, sowohl bei Tag- als auch bei Nachtaufnahmen.

Zu beachten ist, dass laut Gesetz nicht in die Öffentlichkeit gefilmt werden darf, vorbei gehende Nachbarn dürfen also zB. nicht mit gefilmt werden. Auch sind Tonaufzeichnungen verboten, die Kamera darf nur das Bildsignal aufnehmen. Auch sollte man sich Gedanken über die Sicherheit der gefilmten Daten machen, vor allem wenn auch die eigene Familie umfangreich mit gefilmt wird. Hängt die Kamera am Netzwerk, oder werden die gefilmten Daten in einer Cloud oder via FTP abgelegt, besteht ein potentielles Risiko, dass sie gestohlen werden bzw. dass Hacker live auf die Kamera zugreifen und einen ausspähen. Speichert man die Daten lokal zB. am Computer ab, besteht die Gefahr, dass diese bei einem Einbruch mit entwendet werden.

Mein Tipp: Eine Kamera ist aus meiner Sicht für das Funktionieren einer Alarmanlage nicht notwendig, man kommt auch gut ohne aus. Wem es aber ein gutes Gefühl gibt, von unterwegs aus immer wieder einmal nachsehen zu können, ob eh alles passt (zB. auch im Urlaub), für den könnte die Erweiterung um eine Kamera interessant sein. Auch für die Dokumentation eines bereits verübten Einbruchs, als Hilfeleistung für die Polizei, ist sie von Vorteil. Wobei das eher ein schwacher Trost sein dürfte. In jedem Fall wäre so eine Lösung vorab sehr genau durch zu denken, um sowohl die gesetzlichen Bestimmungen und den Schutz der eigenen Privatsphäre, als auch ein sinnvolles Funktionieren der Lösung in der Praxis (Alarmierung nur in Situationen, die wirklich nach Gefahr aussehen) zu bewerkstelligen.

Sirene

Abhängig vom Einsatzzweck als Innen- oder Außensirene erhältlich. Die Außensirenen sind wetterfest und im Anschaffungspreis etwas teurer. Die Funktion ist leicht erklärt: Die Sirene gibt ein lautes Heulgeräusch ab, wenn sie von der Alarmzentrale den Befehl dazu erhält. Die Außensirene ist – bei üblicher Nutzung einer Alarmanlage – obligatorisch, die Innensirene kann optional dazu genommen werden. Der Vorteil einer Nutzung von sowohl Außen- als auch Innensirene: Einbrecher werden durch die hohe Lärmbelastung der Innensirene in ihrer Tätigkeit im Haus gestört und bekommen zudem nur sehr schlecht mit, was sich außerhalb des Gebäudes abspielt. Kurzum, der Aufenthalt wird dem Einrecher so unangenehm wie möglich gemacht. Davon abgesehen gewährleistet die Innensirene, dass Einbrecher den Alarm überhaupt richtig mitbekommen, weil die Außensirene innerhalb eines gut gedämmten Gebäudes evtl. nur sehr schwach zu hören ist.

Außensirenen dürfen laut Gesetz maximal 3 Minuten lang heulen. Das ist in der Regel in der Alarmzentrale bereits so vorprogrammiert, sonst dementsprechend anzupassen. Die Lautstärke ist mit der laut Gesetzgeber gerade noch zumutbaren Umgebungsbelästigung limitiert. Diese ist vom Gesetzgeber nicht exakt vorgegeben, die Sirenen werden aber normalerweise mit einer Lautstärke von knapp 100 bis maximal 110 Dezibel angeboten, das dürfte die gefühlte Grenze darstellen.
Für die Heuldauer von Innensirenen gibt es kein gesetzliches Zeitlimit, was ebenfalls einen Vorteil einer zusätzlichen Innensirene darstellt.

Manche Außensirenen werden von einem zusätzlichen auffälligen Blitzlicht unterstützt, das auch optisch auf den Alarm aufmerksam machen soll. Das halte ich eher für einen netten Luxus, der keinen großen Mehrwert bringt.

Stationäres Bedienteil

Damit sind weitere Bedienteile neben der Alarmzentrale, die ja ebenfalls ein Bedienteil ist, gemeint. Und zwar solche, die an einem fixen Platz montiert sind. Diese sollte man in der Planung bereits mit berücksichtigen, führen sie doch zu einer deutlichen Erhöhung des Komforts. Der häufigste Fall ist vermutlich das zusätzliche Bedienteil im Schlafbereich im 1. Stock. Mit dem Schlafengehen wird üblicherweise der Zuhause-Modus (Home) aktiviert. Nun steht man schon bettfertig im Schlafzimmer und hat wenig Lust ins Erdgeschoss hinunter zu gehen, um den Alarm an der Alarmzentrale zu aktivieren. Mit einem fix montierten Bedienteil lässt sich das bequem vom Schlafzimmer aus durchführen.

Zudem erhöht das Bedienteil mit der enthaltenen Panik-Taste die Sicherheit: Bemerkt man einen Einbrecher im Haus kann durch Drücken dieser Taste (meist eine Kombination aus 2 Tasten) sofort Alarm ausgelöst werden.

Das gleiche lässt sich theoretisch auch mit einer mobilen Fernbedienung erreichen. Ich würde trotzdem zum stationären Bedienteil raten, denn durch die fixe Montage geht man damit sicher, dass es sich im richtigen Moment auch am richtigen Platz befindet, was bei Fernbedienungen erfahrungsgemäß nicht der Fall ist.

Bedienteile gibt es in der one way oder two way Version, also nur in eine Richtung oder hin und retour. Der Unterschied: Mit einem one way Bedienteil, lassen sich nur Befehle an die Alarmzentrale schicken, ein two way Bedienteil erhält auch Informationen von der Zentrale zurück, zum Beispiel ob die Aktivierung funktioniert hat oder Infos zum Status der Anlage.

Telefon Modul

Üblicherweise sind das GSM-Module. Diese funktionieren wie ein eigenständiges Handy, können also Telefonanrufe abschicken und einlangende Anrufe oder SMS empfangen (zB. um einen Alarm zu deaktivieren). Die Hauptfunktion ist, dass sie im Alarmfall einen Anruf oder ein SMS an einen oder mehrere vordefinierte Telefonnummern abschicken. Außerdem kann bei einer Alarmzentrale mit Telefon-Modul auch aktiv angerufen und mitgehört werden was gerade im Umkreis der Alarmzentrale abläuft bzw. über Lautsprecher und Mikrophon auch aktiv kommuniziert werden.  Zur Nutzung wird eine eigene SIM Karte benötigt. Es empfiehlt sich eine Wertkarte ohne laufende Gebühren, da es im Normalfall nur selten zu kostenpflichtigen Anrufen oder SMS kommen sollte. Die Telefonkarte wird einfach mittels dafür vorgesehen Anschlusses in die Alarmzentrale integriert, die SIM-Karte wird in dem dafür vorgesehenen Platz in die Karte eingeschoben.

Mein Tipp: Regelmäßige (zB. monatliche) Kontrollanrufe einrichten, um zu sicherzustellen, dass alles ordnungsgemäß funktioniert. Alle definierten Telefonnummern erhalten dann einen als Test-Anruf gekennzeichneten Anruf der Alarmzentrale, oder alternativ auch eine Test-SMS. Solche Testanrufe haben zusätzlich auch den Vorteil, dass damit ein Nicht-mehr-Funktionieren der SIM-Karte verhindert wird, denn die meisten SIM-Karten werden nach einer bestimmten Zeit deaktiviert, wenn kein Umsatz mehr darauf anfällt.

Netzwerkmodul

Damit verbindet man die Alarmzentrale direkt mit dem Internet. Das erfolgt über einen üblichen Ethernet Netzwerk-Stecker, der in den dafür vorgesehenen Anschluss auf der Karte gesteckt wird. Damit wird die Steuerung der Alarmanlage über das Internet möglich, ebenso lassen sich Bilder einer in das Alarmsystem integrierten Kamera damit abrufen bzw. auch die Kamera über das Internet steuern. Die Benachrichtigung über einen ausgelösten Alarm kann damit alternativ auch via E-Mail erfolgen.

Mein Tipp: Für das Funktionieren einer Alarmanlage kein Muss, eher eine zusätzliche Spielerei, die aber ein Mindestmaß an seriöser Beschäftigung erfordert. Denn es sind eine Reihe von Sicherheitsmaßnahmen zu berücksichtigen, um über das Internet kein elektronisches Einfallstor für Fremde zu öffnen.

Fernbedienung

Fernbedienungen sind praktisch, um die Alarmanlage möglichst komfortabel bedienen zu können, ohne immer zur Alarmzentrale laufen zu müssen und ohne Codes eingeben zu müssen. Beim Verlassen und Betreten des Gebäudes lässt sich die Anlage mittels Fernbedienung scharf schalten bzw. wieder deaktivieren. Die Fernbedienungen sind recht klein fabriziert und lassen sich daher gut an einen Schlüsselanhänger anhängen. Die oben abgebildete enthält die Muss-Funktionen: Deaktivieren der Scharfschaltung, Scharfschalten bei Verlassen des Hauses und Scharfschalten wenn jemand zu Hause ist. Natürlich gibt es auch noch umfangreichere Fernbedienungen mit zusätzlichen Funktionen und auch Two way Fernbedienungen, die zusätzlich aktiv Informationen von der Alarmzentrale erhalten. Und theoretisch lassen sich auch noch diverse andere Dinge damit bedienen, insofern diese eine geeignete Schnittstelle haben, um sie in die Alarmanlage zu integrieren. Beispiele wären das Öffnen von Gartenzäunen, Herunterfahren von Jalousien usw. usf.

Mein Tipp: Fernbedienungen fix für jedes Familienmitglied einplanen! Diese erleichtern die tägliche Handhabung ganz gewaltig und sorgen damit dafür, dass die Alarmanlage auch verlässlich und ohne Ausnahmefälle verwendet wird. Jede Fernbedienung wird separat bei der Alarmzentrale angemeldet. Im Falle dass eine verloren geht, kann diese somit einfach deaktiviert werden und somit keinen Schaden mehr anrichten. Aufzupassen ist in jedem Fall, Fernbedienungen nicht in der Wohnung herumliegen zu haben. Also zB. während des nächtlichen Scharfstellens die Fernbedienung offen neben der Eingangstüre liegen zu haben. Sonst könnte ein Einbrecher den Alarm sofort nach dem Eindringen via Fernbedienung deaktivieren!

Chipkarte

Chipkarten sind eine Alternative zur Fernbedienung. Sie ermöglichen die Alarmanlage zu aktivieren und deaktivieren, indem die Chipkarte vor die Alarmzentrale bzw. vor ein Bedienteil gehalten wird. Man erspart sich also bei jeder Aktivierung/Deaktivierung den Code einzugeben. Auch die Chipkarten haben eine eindeutige ID, können also bei Verlust/Diebstahl einfach stillgelegt werden. Sie funktionieren ohne Batterie und sind sehr klein gestaltet, so dass man sie komfortabel an den Schlüsselanhänger hängen kann.

Signalverstärker

Diesen benötigt man, wenn zwischen den Meldern und der Alarmzentrale eine große Distanz ist, oder sich dazwischen Hindernisse befinden, die via Funk schwer zu überwinden sind. Der Signalverstärker wird zwischen Alarmzentrale und Melder montiert. Er empfängt die Funksignale der Melder und anderer Komponenten und leitet diese an die Alarmzentrale weiter und vice versa.

Panik Knopf

Durch Drücken des Panik-Knopfes wird sofortiger Alarm ausgelöst. Das kann zum Beispiel nützlich sein, wenn sich Eindringlinge während des Tages, bei nicht aktivierter Alarmanlage, ins Haus schleichen. Aber auch für alte und gebrechliche Personen kann so ein Panik-Knopf eine gute Ergänzung zur Alarmanlage sein, zum Beispiel als Möglichkeit im Falle eines Sturzes Hilfe zu alarmieren. Eine solche Panik-Funktion ist zumeist auch in stationären Bedienteilen enthalten, dort funktioniert sie zum Beispiel durch gleichzeitiges Betätigen zweier Tasten. Panik-Knöpfe werden auch in Form von Armbanduhren verkauft. Das ist insofern praktisch, als dass man diese immer bei der Hand hat.


Mechanische Absicherungen

Im Unterschied zur Alarmanlage, die aktiv wird, sobald sich jemand widerrechtlich Zutritt zu einem Objekt verschafft hat, halten mechanische Absicherungen Eindringlinge davon ab, überhaupt erst in das Objekt zu gelangen. Sie stellen daher eine gute Ergänzung zu einer Alarmanlage dar und sorgen für erhöhte Sicherheit. Im Anschluss stelle ich einige solcher Maßnahmen vor.

Panzerriegelschloss

Bei einem Panzerriegelschloss, oder auch Balken- oder Querriegelschloss handelt es sich um eine sehr massive zusätzliche Türabsicherung, die vor allem in Wohnungen oder Häusern, in denen die Eingangstür die Hauptangriffsfläche darstellt, eine sehr sinnvolle Investition darstellt.
Es handelt sich dabei um einen massiven Balken, der auf der Innenseite der Tür quer über die gesamte Türbreite montiert wird. Wird das Panzerriegelschloss abgesperrt, fährt es links und rechts aus und der Riegel schiebt sich in die Schließkästen. Die Schließkästen sind in der Mauer oder am Türrahmen montiert.

Es gibt Panzerriegel, die sich nur von innen schließen lassen (mit Schlüssel oder Drehknopf) und andere, die auch von außen schließbar sind. Bei erster Variante bietet der Riegel keinen Schutz für das Gebäude wenn man unterwegs ist, sondern kann nur eingesetzt werden, wenn jemand zu Hause ist. Das bei zweiter Variante nach außen hin sichtbare zusätzliche Schloss kann auf Einbrecher präventiv abschreckend wirken. Da der Zylinder des Panzerriegelschlosses potentiell angreifbar ist, ist auf einen hochwertigen Zylinder zu achten (Zieh- und Anbohrschutz).

Da die Montage eines Panzerriegelschlosses eine nicht rückgängig machbare Änderung an der baulichen Substanz des Gebäudes (Eingangstür) bedeutet, ist sie einem evtl. vorhandenen Vermieter vorab zu melden.

Montieren lassen oder selber machen?
Auch hier sind die Preisunterschiede zwischen Do-it-yourself und Montage durch einen Professionisten sehr groß. Ein Balkenriegelschloss in Eigenregie lässt sich um ca. 150 bis 300 Euro realisieren. Unter anderem auch, weil man das Schloss in Eigenregie wesentlich günstiger bekommt, als es einem von Professionisten in Rechnung gestellt wird. Bei einer Realisierung durch einen Handwerker ist mit 600 bis 700 Euro aufwärts zu rechnen, evtl. etwas günstiger, wenn er zustimmt, dass man als Kunde das Schloss selbst besorgen darf und nur die Montage verrechnet wird.
Bei der Montage ist großes Augenmerk auf eine ordentliche Ausführung zu legen. Vor allem die stabile Befestigung der Schließkästen ist sehr wichtig, damit diese großer Krafteinwirkung Stand halten, also nicht aus dem Mauerwerk oder dem Türrahmen gerissen werden können. In Gebäuden mit Gipskartonwänden müssen evtl. Wandverstärkungen verwendet werden (wenn eine Montage am Türrahmen nicht möglich ist).

Fazit: Vor allem in Wohnungen ein sehr sinnvoller Schutz, da damit die Hauptangriffsfläche gut gesichert wird! In Häusern mit Terrassentür, vielen leicht zugänglichen Fenstern oder Kellereingang würde ich mich zuerst einmal auf diese größeren Gefahrenherde konzentrieren und erst dann über die Eingangstüre nachdenken. Auch hier wieder der Tipp: Nicht am Material sparen, also lieber das Schloss um 300 Euro als um 150 Euro nehmen, da es hier deutliche Unterschiede gibt (von außen schließbar oder nicht, Qualität des Zylinders, Ziehschutz etc.)!

Im Anschluss eine Übersicht über bei Amazon angebotene Panzerriegelschlösser:

Fensterschloss


Vor allem bei Einfamilienhäusern, aber auch bei Wohnungen im Erdgeschoss stellen die Fenster die Hauptangriffsfläche dar. Auf Youtube kursiert eine Vielzahl von Videos in denen zu sehen ist, wie Einbrecher, oft nur mit einem großen Schraubenzieher ausgestattet, in wenigen Sekunden ein Fenster aufhebeln. Das kann man sich zB. hier in einem Video von VDS ansehen. In diesem ist zu sehen, wie ein ungeschütztes Fenster mit einem Schraubenzieher in wenigen Sekunden geöffnet wird. Anschließend in einem zweiten Versuch wird gezeigt, wie sich ein angebrachtes Fensterschloss auswirkt. Die Funktionsweise eines solchen Fensterschlosses ist leicht erklärt: Es verbindet das Fenster fix mit dem Fensterrahmen, wodurch dieses nicht mehr, oder nur mit einer viel größeren Kraftanwendung, aufgehebelt werden kann. Es gibt Fensterschlösser für die Griffseite des Fensters und solche für die Scharnierseite. Empfohlen wird je Fenster sowohl ein scharnierseitiges, als auch ein griffseitiges Schloss anzubringen. Damit hält es im Fall der Fälle stand, egal auf welcher Seite der Einbrecher den Hebel ansetzt.

Bei der Kaufentscheidung wichtig ist, dass sich das Schloss gut in den Alltag integrieren lässt. Das Fenster sollte trotz Schloss mit geringem Zeitaufwand zu öffnen und schließen sein. Achten Sie darauf, dass alle Fensterschlösser mit dem gleichen Schlüssel geschlossen werden können, sonst wird man im Alltag irre, wenn jedes mal der passende Schlüssel gesucht werden muss. Man spricht hier von „gleichschließenden Schlössern“. Die Händler bieten das entweder gezielt so an, oder man kann bei der Bestellung darauf hinweisen, dass man gleichschließende Schlösser möchte.

Montage:
Die mir bekannten Fensterschlösser von ABUS lassen sich alle recht einfach selbst montieren, Aufwand ca. 10 bis 20 Minuten je Schloss. An Kosten ist, abhängig vom Modell, mit 25 bis 50 Euro je Fensterschloss zu rechnen.

Unten stehend eine Auswahl an Fensterschlössern bei Amazon:

Stangenschloss für die Terrassen- oder Balkontür

Ein Stangenschloss eignet sich besonders zur Sicherung von großen Terrassentüren. Prinzipiell kann man es auch für normale Fenster benutzen, für diese eignen sich aus meiner Sicht aber Fensterschlösser – wie im Absatz zuvor vorgestellt – genauso gut. Da diese im Vergleich deutlich günstiger und leichter zu montieren sind, würde ich dem Stangenschloss nur bei Terrassentüren den Vortritt geben. Hier hat es den großen Vorteil, dass es sich sehr intuitiv in den normalen Gebrauch integrieren lässt. Terrassentüren werden vor allem in der warmen Jahreszeit viele Male am Tag geöffnet, daher spielt das hier eine besonders große Rolle. Ein weiterer Vorteil des Stangenschlosses ist, dass es seinen Schutz durch die lange Stange gleichmäßig über die gesamte Länge der Tür verteilt. Verwendet werden kann es für nach innen öffnende Türen, für Schiebetüren ist es nicht nutzbar.

Funktionsweise: Der bisherige Griff der Terrassentür wird durch den Stangenschlossgriff ersetzt. Oberhalb und unterhalb des Griffes werden die zugehörigen Stangen angefügt. Bei Schließen der Tür durch Drehen des Griffs fahren die Stangen nach oben und unten aus und verankern in den Schließkästen. Die Schließkästen bzw. Schließwinkel werden am Türrahmen montiert. Geht sich das aufgrund fehlenden Platzes nicht aus, ist alternativ eine Montage in der Mauer oder im Boden möglich. Manche Modelle verankern nicht nur oben und unten, sondern zusätzlich auch noch seitlich.

Ein Stangenschloss kostet mit dem notwendigen Zubehör ca. 150 bis 250 Euro.
Im Anschluss finden Sie bei Amazon erhältliche Stangenschlösser:

Sicherung für Terrassen-Schiebetür

Mit den zuvor vorgestellten Stangenschlössern sowie Fensterschlössern für die Öffnungsseite sowie Scharnierseite existiert eine Reihe von technischen Lösungen für Schwenktüren. Für Schiebetüren sind die zuvor genannten Produkte nicht verwendbar. Ein simples sekundenschnelles Aufhebeln ist bei modernen Hebe-Schiebetüren, anders als bei Schwenktüren nicht so einfach möglich, jedoch können diese mit genügend großem Kraftaufwand in Schieberichtung aufgestemmt werden. Dagegen kann man sich mit einem passend platzierten, genügend starken Keil absichern. So etwas kann man theoretisch auch selbst basteln, wenn es auch optisch gut aussehen und praktisch anwendbar sein soll, kann man auch zu einer professionellen Lösung greifen.

Hier gibt es nur sehr wenige Lösungen am Markt, wirklich brauchbar scheint mir nur die im Folgenden vorgestellte von ft-creations. Deren ursprüngliche Lösung ist die Schiebetürensicherung FTS-801. Auf der Webseite des Anbieters ist genau beschrieben, für welche Türen sie sich eignet. Genau prüfen, ob die Abstände bei Ihrer Tür dafür passen! Für Türen, für die sie nicht passt, kam vor einiger Zeit als weitere Alternative die Sicherung FTS-802 hinzu. Beide existieren mittlerweile in mehreren Ausführungen. Achtung: Das Produkt wird auch über Handelsseiten wie Amazon angeboten, dort jedoch teils viel teurer als beim Hersteller verkauft. Der Preis beim Hersteller beträgt ca. 70 Euro für FTS-801 und 100 Euro für die FTS-802. Untenstehend der Link zur Herstellerseite:

Schiebetürensicherung FTS 801 bei ft-creations

Abschließbare Fenstergriffe

Abschließbare Fenstergriffe lassen sich mittels Schlüssel versperren, so dass der Griff nicht mehr gedreht werden kann, das Fenster also nicht mehr geöffnet werden kann. Wozu ist das gut? Es macht einen Einbruch deutlich schwieriger: Ein Durchstechen durch die Fensterdichtung und anschließendes Öffnen des Fensters von außen, mit entsprechendem Werkzeug ist so nicht mehr möglich, ebenso wenig wie ein gezieltes Ausschneiden eines kleinen Fensterstücks, durch das dann auf den Fenstergriff durchgegriffen wird.

Die Montage ist sehr simpel, einfach bestehenden Griff abmontieren und stattdessen neuen Griff aufsetzen. Auch hier würde ich unbedingt auf gleichschließende Griffe achten, also dass mit einem Schlüssel alle Griffe geschlossen werden können.

Solche Griffe können auch für Haushalte mit Kleinkindern sinnvoll sein, wenn man Fenster an exponierten Stellen, die für ein Kleinkind gefährlich sein könnten, vor dem unbemerkten Öffnen sichern möchte. Abschließbare Fenstergriffe lassen sich ebenso für Terrassen- bzw. Balkontüren nutzen.

Elektronischer Türspion

Ein digitaler Türspion wirkt auf den ersten Blick wie eine unnötige technische Spielerei, auf den zweiten Blick bringt er jedoch einige Vorteile. Der wesentlichste ist, dass man – anders als bei normalen Türspionen – durchblicken kann, ohne dass es die vor der Tür stehende Person mitbekommt. Der Türspion wird nicht verdunkelt, er flackert nicht auf, zeigt auf keinerlei Art und Weise, dass er gerade genutzt wird. Zudem bringt der elektronische Türspion Vorteile punkto Sehvermögen. Auch wenn es draußen schon dunkel wird, kann man am Monitor noch gut erkennen was sich vor der Tür tut und selbst in der Nacht sind Umrisse noch gut zu erkennen. Ein weiterer Vorteil ist, dass ein elektronischer Türspion nicht von Innen anlaufen kann. Kleinen Kindern, die sonst nicht durch den Türspion blicken können, ermöglicht er zudem Sicht vor die Tür, da diese nur den Aktivierungsknopf des Monitors erreichen müssen und dann von unten auf den Monitor schauen können.

So funktioniert ein elektronischer Türspion:
Die Montage ist denkbar einfach: Der alte Türspion wird entfernt und stattdessen der digitale ins vorhandene Loch gesteckt. Auf der Innenseite wird der Monitor angesteckt. Dieser läuft mit Batterie, die lt. meiner Erfahrung mehrere Jahre hält. Der Monitor wird auf Knopfdruck eingeschaltet und zeigt dann einige Sekunden lang das Geschehen vor der Tür, bevor er sich wieder abschaltet.

Bei Amazon gibt es Elektronische Türspione unterschiedlicher Hersteller (mit jenem von Intersteel habe ich selbst gute Erfahrungen gemacht):

Taschenalarm

Zu guter Letzt noch ein Produkt, das zwar keine Maßnahme zur Sicherung des Heims darstellt, das ich aber sehr sinnvoll finde und darum hier außer Konkurrenz vorstelle. Es überzeugt vor allem durch ein bestechendes Preis-Leistungs-Verhältnis, bekommt man einen Taschenalarm doch schon für wenige Euro.

Einen Taschenalarm trägt man zum Beispiel in der Jackentasche, in der Handtasche, am Schlüsselanhänger oder an sonstiger Stelle griffbereit immer bei sich. Bei Bedrohung wird er aktiviert und gibt daraufhin einen sehr lauten und schrillen Alarmton ab, der andere auf die Notsituation aufmerksam machen soll und den Angreifer – aufgrund des Risikos entdeckt zu werden – im besten Fall dazu bringt seine Handlung einzustellen.

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