Richtiger Umgang mit Fehlalarmen

Bei korrekter Installation der Alarmanlage sollten Fehlalarme die absolute Ausnahme sein. Trotzdem können und werden sie passieren. Und zwar weniger aufgrund von Produkt- oder Installationsfehler, sondern vielmehr wegen Fehlern in der Handhabung. Und da hilft einem auch das teuerste Produkt nichts, auch dort Fehlalarme möglich. Das ist nicht schlimm, man sollte aber wissen wie man in so einer Situation reagiert.

Keinesfalls hilft einem die Alarmanlagen-Betriebsanleitung wenn mitten in der Nacht auf einmal die Sirenen heulen. Bis man dort die richtige Lösung gefunden hat, ist die 3-Minuten-Sirenendauer bereits abgelaufen und das ganze Haus samt Nachbarschaft aufgeweckt. Es macht wenig Spaß von einer 120 Dezibel starken Sirene beschallt zu werden. Daher sollte man selbst und alle weiteren Mitbewohner wissen, wie im Fall der Fälle die Alarmanlage zu deaktivieren ist, also entweder den entsprechenden Code parat haben oder eine Fernbedienung zur Deaktivierung verfügbar haben. Geht bei einem Alarm eine Meldung per SMS oder Handyanruf an Nachbarn oder Verwandte, sollte man diesen schnellstmöglich Entwarnung geben. Das gleiche gilt wenn man eine Aufschaltung auf eine Wachzentrale hat, sonst kann es teuer werden.

Gründe für Fehlalarme

Mit Abstand am häufigsten passieren diese durch eigenes Fehlverhalten. Die Klassiker sind die folgenden beiden Fehler:

  • Bei Rückkehr ins Haus wird übersehen die Alarmanlage abzuschalten
  • In der Früh wird darauf vergessen die Alarmanlage zu deaktivieren, bevor ein Fenster geöffnet wird

Der erste Fehler lässt sich sehr gut vermeiden, indem man Warntöne an der Anlage aktiviert, diese macht dann nervige Biepstöne wenn sich der Countdown der Eintrittsverzögerung dem Ende nähert. Das kann man kaum überhören. Beim zweiten Fehler hilft nur die notwendigen Abläufe in die tägliche Routine mit auf zu nehmen, so dass schließlich das Deaktivieren der Alarmanlage sofort nachdem man das Bett verlässt so selbstverständlich wird wie das morgenliche Zähne putzen. Dabei hilft es ein  Bediengerät für die Alarmanlage in unmittelbarer Nähe des Schlafzimmers zu haben. Um Fehlalarme beim Betreten des Hauses zu vermeiden, kann auch der Einsatz einer Fernbedienung helfen, so dass man die Alarmanlage gemütlich per Knopfdruck vom Vorzimmer aus deaktivieren kann und keinen Stress hat in der Eile einen Code falsch einzugeben.

Alarme durch Fehler der Alarmanlage

Wenn es hier Probleme gibt, dann meiner Erfahrung nach vor allem mit Bewegungsmeldern. Aus eigener Erfahrung funktionieren diese prima, solange man kein Haustier hat. Bewegen sich jedoch Haustiere durch das Haus dann muss man trotz Verwendung von Tier geeigneten Bewegungsmeldern mit gelegentlichen Fehlalarmen rechnen. Hier ist mir bisher kein System bekannt, dass Haustiere mit 100%iger Zuverlässigkeit korrekt erkennen kann, auch wenn das die Hersteller anders behaupten. Bei Vorhandensein von Haustieren ist daher eine Planung ohne Bewegungsmelder oft der bessere Weg.
Abgesehen davon könnten theoretisch auch schlecht montierte Melder zum Problem werden, wenn diese mit der Zeit ihre vorgesehene Montage-Position verlassen und damit der Magnetkontakt unterbrochen wird. Das kann man vermeiden, indem man von Zeit zu Zeit einen Rundgang macht und schaut ob alles noch wackelfrei sitzt. Das kann man mit dem sowieso regelmäßig durchzuführenden Alarmanlagentest kombinieren.